Heute beschäftig mich mal ein ganz anderes Thema: Vertrieb.
Bisher dachte ich bei Vertrieblern eher an “harte Hunde”, die den Abschluss um jeden Preis wollen. Aber schon wärend der Vorlesung Vertrieb an der Merkur FH wurde schnell klar, dass diese “harten Hunde” auch “arme Schweine” sein können, wenn sie dem Druck nicht standhalten und ihre Zahlen nicht erreichen.
Gestern war Andreas Krause von entrada als Gast in unserer Vorlesung. Er berichtet uns von seinem Werdegang als Vertriebler und wie der Einstieg im Vertrieb aussehen kann. Leider ist es oft so, dass man nach dem sog. “Welpenschutz” (die Einarbeitung und Eingewöhnungsphase im neuen Unternehmen) seine Zahlen erfüllen muss und wer dies nicht schafft ist raus. Herr Krause versucht mit seinen Vetriebsmitarbeitern nicht nach diesem Prinzip zu verfahren. Er ist eher der Ansicht, dass ein “guter Chef” anders handeln sollte. Er sollte Vertrauen zu seinen Mitarbeitern aufbauen und diese entsprechend ihre Begabung und bisherigen Leistung fördern. Und er sollte versuchen, seine Mitarbeiter zu kennen, manchmal gibt es eben welche die länger brauchen. Also nicht gleich rauswerfen, wenn die Zahlen nicht stimmen, sondern analysieren woran es liegt, denn schließlich gab es mal einen Grund, weshalb man diesen Menschen eingestellt hat.
Diese Thematik brachte mich zu nachdenken, so frage ich mich wie denn z.B. unser Arbeitsplatz unser soziales Netzwerk beeinflusst bzw. verändert. Denn ist es nicht so, dass die Arbeitskollegen und der Chef Teil des sozialen Netzwerkes werden, hat man nicht so gar zu dem einen oder anderen Kollegen eine sehr gute Verbindung. Ist es also nicht nur Wadenbeißen im Vertrieb, sondern auch Gemeinschaft? Und gibt es auch Vertriebler, die wirklich für ihre Kunden das Beste wollen und nicht für sich? Gibt es also Menschlichkeit und einen menschlichen Vertrieb?? Und beeinflusst dies der Chef?
Fragen über Fragen. Ich glaube man kann diese Fragen nicht pauschal beantworten, eines steht aber fest, Vertrieb ist ein echt harter Job und man muss echt dazu geboren sein um das zu mögen. Aber Herr Krause hat mir mit seinem Vortrag Mut gemacht, das auch ein Chef menschlich sein kann, auch zu Vertrieblern.
Hallo.
Ich selbst bin Sales Manager und ich kann aus meiner Erfahrung sagen, es gibt solche und solche. Im Vertrieb ist es oft so, dass viele erstmal nur an das Erreichen der eigenen Ziele denken (davon hängt schließlich viel ab). Dennoch liegt es auch an dem eigenen Charakter und daran, wie jemand mit diesem Druck umgeht.
Bei mir persönlich liegt immer der Benefit des Kunden im Vordergrund und dass er zufrieden ist. Sicher will und muss ich meine Ziele auch erreichen, aber der Grund warum ich im Sales bin, ist der ständige Kontakt zu verschiedensten Menschen, man muss sich auf jeden neu einstellen und man kommt viel rum.
Sales ist auf jeden Fall ein harter Job mit viel Stress und Druck. Aber es macht auch eine Menge Spaß!